was ist co-kreative Kommunikation?

co-kreative Kommunikation was ist

Was ist co-kreative Kommunikation – und worin unterscheidet sie sich von empathischer Kommunikation?

Co-kreative Kommunikation ist wie Empathie, nur krasser oder magischer oder wirkungsvoller oder nachhaltiger oder lösungsorientierter oder von allem etwas mehr…

Keine Frage, ohne Empathie geht’s nicht, denn sie stellt die Verbindung her, wie Du in der folgenden Geschichte leicht erkennen wirst.

Aber fatalerweise wissen dann die meisten Menschen nicht, was sie tun bzw. sagen können oder sollen, damit die aufgebaute Verbindung nicht nur bestehen bleibt, sondern sich festigt und erweitert, damit ein Dialog entsteht oder sogar noch mehr: etwas Schöpferisches, das von gemeinsamen Impulsen befeuert und eines Tages zum Leben erweckt wird.

Also nützt die ganze Empathie nix? Doch, aber nur, wenn der Betreffende dann auch den entscheidenden Schritt weitergeht.

Auch hierfür findest Du dann die Inspiration in diesem Artikel.

Was nützt es das Radio einzuschalten wenn Du keinen Sender suchst und die Lautstärke aufdrehst? Denn nur dann hörst Du auch die Musik oder die Nachrichten… Oder die Werbung! 😉

Die Geschichte einer empathischen Lehrerin und ihrem Schüler Paul

Die Geschichte handelt von einer Lehrerin und ihrem Schüler in der 6. Klasse. Nennen wir ihn Paul.

Paul bringt alle Eigenschaften mit, nach denen sich Leader, die bereits im industriellen Zeitalter 4.0 angekommen sind, die Finger lecken würden:

  • über alle Maßen kreativ
  • empathisch seinen Mitmenschen gegenüber
  • eine weit entwickelte Rhethorik
  • disruptives Verhalten

Etwas, womit er in der aktuellen Mainstream-Lernkultur schon mal aus dem Rahmen fällt.

Erschwerend kommen nun noch Persönlichkeitsmerkmale hinzu, die an sich „normal“ sind, aber in Kombination mit seiner fehlenden „Stromlinienförmigkeit“ zu einer größeren Herausforderung herangewachsen sind:

  • fehlende Impulskontrolle („vorlaut“ nannte man das zu meiner Schulzeit vor etwa 40 Jahren)
  • Autoritätsprobleme
  • Konzentrationsschwächen (hohe Ablenkungsbereitschaft)

Es kommt zum Krisengespräch zwischen der Lehrerin und Paul, der von seiner Mutter begleitet wird.

Ziel des Gespräches ist es Paul zu motivieren, die Wichtigkeit von Fremdsprachen, Rechtschreibung, Mathe & Co. anzuerkennen und seine Begeisterung dafür zu wecken.

Das zumindest wäre der kleinste gemeinsame Nenner.

Die empathische Lehrerin hat einen genialen Einfall, wie sie Paul, der sich ein bisschen wie bei einem Tribunal fühlt, aus der Reserve locken kann und fragt ihn:

„Was möchtest Du denn mal werden, wenn Du groß bist?“

Paul reagiert überrascht und antwortet: „Unternehmer!“

Die Lehrerin hätte sich eigentlich etwas „Griffigeres“ als Antwort gewünscht. Sie überlegt kurz und fasst dann konkreter nach:

„Und womit beschäftigt sich Dein Unternehmen?“

„Wir bauen Schiffe!“

„Was sind das für Schiffe?“

Paul kommt in Fahrt, seine Augen beginnen zu leuchten, seine Körpersprache wird lebendig: „Windturbinen-Schiffe! Die sind viel schneller als die heutigen und zudem auch noch umweltfreundlich!“

Es ist zu beobachten, dass es ihn kaum noch auf dem Stuhl hält, weil er am liebsten sofort loslegen würde.

Paul kann es gar nicht glauben, dass sich endlich jemand – außer seinen Eltern – für seine Zukunftspläne interessiert. Und ausgerechnet DIESE Lehrerin, die er ja noch nie wirklich mochte! Was für eine Frau!

Auch die Mutter ist von den empathischen Fähigkeiten der Lehrerin schwer beeindruckt.

Doch dann passiert das Schlimmste, was nur passieren kann…

Die Lehrerin fällt zurück in die distanziert-dominante Rolle, schaltet den Erklärbär-Modus ein und belehrt:

„Siehst Du Paul, so ein Unternehmer der muss Emails schreiben, also ist die Rechtschreibung wichtig. Die Materialien für die Schiffe kommen teilweise aus dem Ausland, daher brauchst Du Fremdsprachen. Und Schiffsbau ist extrem kompliziert. Dafür musst Du Mathe und Physik können…!“

Jetzt ist zwar die Lehrerin in ihrem Element, aber leider, leider fällt ihr dabei nicht auf, dass ihre empathisch aufgebaute Verbindung zu Paul beim Stichwort „MUSS“ und „Rechtschreibung“ direkt abgebrochen ist. Desillusioniert hat er sich wieder auf seinem Stuhl zurückgezogen.

Dass einer der aktuell erfolgreichsten Unternehmer im Bereich des Flugzeug-/Raumschiffbaus, Richard Branson, lange Zeit unter Dyslexie litt (und bis heute weder fehlerfrei schreibt noch ein Ass in Physik war), ist Paul nicht bekannt.

Unterdessen ringt die anwesende Mutter mit sich, die Lehrerin nicht zurechtzuweisen, um nicht noch vor ihrem Sohn der verbliebenen kärglichen Rest der „Autorität“ zu untergraben.

Außerdem: woher sollte die Lehrerin auch wissen, was genau sie wie hätte tun sollen, um ein besseres Resultat zu erzielen?

Womit hätte die Lehrerin die aufgebaute Verbindung zu Paul nun in einen potenzialfördernden, co-kreativen Prozess führen können?

„Welcher Beitrag kann ich sein…?“

Nach dem Verbindungsaufbau hätte die Lehrerin im nächsten Schritt zunächst noch ihre Anerkennung anbringen können, z.B.:

„Wow! Das sind ja mal richtig große Pläne, die Du hast! Und sogar an den Umweltschutz hast Du gedacht! Solche Menschen wie Dich braucht diese Welt!“

Wer würde sich da nicht ernst genommen fühlen und sein Gegenüber mit völlig neuen „WOW-Augen“ sehen und sich öffnen bzw. die Verbindung halten?

Und jetzt ist der ideale Zeitpunkt, die Phase der co-kreativen Kommunikation bzw. der Co-Kreativität einzuläuten.

Dazu gibt es einen magischen Satz, der bisher alle meine Klienten berührt hat, wenn sie ihn das erste mal von mir als Instrument an die Hand bekommen:

„Welcher Beitrag kann ich sein, damit wir gemeinsam…. ?“

Der ist klasse, nicht wahr?

Vorteil 1: er lässt komplett offen, was „mein“ Beitrag in diesem Spiel – aus Sicht des anderen – sein könnte. Es macht ihn zum Schöpfer. Es fordert von ihm eine Lösung – und er wird mit höchster Wahrscheinlichkeit genau die wählen, die ihm wirklich weiterhilft!

Vorteil 2: „gemeinsam“ deutet auf eine klare Gleichberechtigung hin. Es bedeutet, dass auf jeden eine (neue) Rolle oder Aufgaben zukommen.

Vorteil 3: wer diesen Satz genauso (wortwörtlich!) ausspricht übernimmt subtil die Führung bzw. wird vom anderen als klare Führungspersönlichkeit anerkannt. Denn diese Frage erfordert Mut, grenzenlosen Mut, JEDE Antwort prinzipiell anzunehmen.

Also könnte die Lehrerin konkret fragen:

„Und welcher Beitrag kann ich jetzt sein, damit wir gemeinsam die Voraussetzungen dafür schaffen, damit aus Dir der erfolgreichste Windturbinen-Schiffsbau-Unternehmer wird, den die Welt je gesehen hat?“

Und weiter geht’s mit dem Kopfkino in Pauls Gehirn. Ja, mehr noch:

Er ist dermaßen überrascht, beflügelt und euphorisch, dass in seinem Glückszentrum, dem Nucleus accumbens die Lichter angehen. Ein inneres Feuerwerk, das sogar ein Blinder an seinem Äußeren ablesen kann!

So spontan gefragt wird Paul vielleicht zunächst gar nicht die Antwort auf die Frage der Lehrerin wissen.

Also kann die Lehrerin die Initiative ergreifen und völlig authentisch zugeben:

„Also, Paul. Ich bin ja nun kein Unternehmer und von Schiffen habe ich auch nicht wirklich die Ahnung, aber wie wäre es denn, wenn Du diese Informationen zusammenträgst und wir uns im nächsten Gespräch miteinander austauschen? Dann finden wir gemeinsam heraus, welcher Beitrag ich konkret sein kann.“

Paul findet die Idee klasse.

„Hausaufgaben!“

An dieser Stelle humorvoll vorgebracht könnte die Lehrerin durchaus mit dem Wort „Hausaufgaben“ arbeiten und ihm einen Auftrag erteilen:

  1. Was waren in der Geschichte des Schiffsbaus die erfolgreichsten Schiffsbauer (was war das Besondere an diesen Schiffen)
  2. Von wem wurden diese Werften gegründet (Werdegang)
  3. An welchen Orten standen diese Werften
  4. Welche Materialien wurden benötigt und woher kommen sie

Und weil ich grad so schön mit „Fahrwasser“ bin, könnte die Lehrerin sich auf das nächste Meeting schon vorbereiten, u.a. mit:

Rechenaufgaben, z.B. zum Preisvergleich in der Materialbeschaffung. Doch nicht allein der Preis sollte über den Lieferanten entscheiden, sondern auch, ob der Lieferant seine Mitarbeiter fair bezahlt. etc.

Und dann – mit der Mutter abgesprochen – ein spontaner Anruf…

Sie geht ins Nebenzimmer, ruft auf dem Handy der Mutter an, sie reicht Paul den Hörer und sagt nur:

Hier ein Anruf für Dich aus China zu Deiner Material-Anfrage (als Chef Deiner Firma…)

Pauls nimmt verdutzt das Handy und hört am anderen eine Stimme (strong chinese accent….):

„Hello, am I speaking to Paul…?“

„Yes!“

„How ul (are) you?“

„Fine, thanks!“

„Gleat, Paul. I am Mrs Dao Pe-King, I am the secletaly of Mr Hau A Weng-Hi flom Shanghai. We do have some questions regalding your enquily of the steel for youl ships you want to build. Can you, please, send us an email to schedule a confelence call with Mr Hau A Weng-Hi, so we can discuss the details togethel on the phone?“

….

Die empathische Lehrerin wird fühlen, ab welchem Punkt für Paul das „Limit“ erreicht ist und er an der Schwelle zur Überforderung steht.

Kurz davor bricht sie dann das Telefonat ab und erlöst ihn….

Intrinsische Erkenntnis ist dem Erklärbär sein Tod!

Für Paul wird nun klar sein, dass er sich entweder auf den Hosenboden setzen muss, um selbst die Sprachen einigermaßen auf die Reihe zu bekommen oder irgendetwas so verdammt richtig in seinem Werdegang machen, um sich einen Übersetzer leisten zu können (wenn er schon soweit denkt).

Außerdem könnte man ihm hier sicherlich – auch ohne Erklärbär – das Risiko aufzeigen, was passiert, wenn er sich von anderen abhängig machen würde und darauf vertrauen müsste, dass die in seinem Sinne handeln… 😉

co-kreative Kommunikation ist das Kerosin für intrinsische Motivation bzw. Erkenntnis und daher auch das Todesurteil für Erklärbärchen, so niedlich sie auch sind und egal wie lieb wir sie gewonnen haben…

Und weil ich grad so schön im Visions-Fahrwasser für eine potenzialfördernde Lernkultur durch co-kreative Kommunikation bin, unterbreitet diese Lehrerin natürlich nun in meiner Phantasie dem Kollegium ihre Idee, aus dieser Übung mit Paul ein ganzes Projekt für die Schule zu machen, an dem sich noch mehr Schüler und Lehrer beteiligen können…

Willkommen im Zeitalter des #Entrepreneurship 4.0!

Dass im Moment kaum jemandem bewusst ist, dass er unwillentlich und unwissentlich die teilweise mühsam aufgebaute Verbindung zu Menschen gleich wieder zerschiesst, liegt nicht am Betreffenden selbst, sondern an der Sprachkultur und dem Sprachbewusstsein, mit er, wir und Generationen vor uns aufgewachsen sind.

Das Industriezeitalter 4.0 stellt jedoch völlig neue Herausforderungen an unsere Kompetenzen, die sich mit einer neuen Art der Kommunikation am besten und leichtesten erreichen lassen.

Doch, die Umstellung auf co-kreative Kommunikation erfordert mehr als nur Empathie und Magie und sie bringt eine „Umgestaltung“ unseres Gehirns mit sich!

Ein Wandel im Inneren, der sich dann auch bald im Äußeren zeigen und seine Wirkung entfalten wird.

Wo erfährst und lernst Du mehr über co-kreative Kommunikation?

Seminare zum Erlernen der co-kreativen Kommunikation für Selbständige, Coaches, Trainer und Lehrer, sowie Tätige in medizinischen Berufen werden 2017 über wingua angeboten und von mir gehalten. Am besten dort in den Newsletter eintragen und auf dem Laufenden bleiben!

 

Angela D. Kosa

Über Angela D. Kosa

Angela D. Kosa Meta Consciousness Coach und "Drehbuchautor" für Websites, Stellenangebote, Präsentationen, Vorträge und - Gedanken! Ihre Websites folgen dem Prinzip der Film-Inszenierungen, die bei ihren Auftraggebern Begeisterungsstürme auslösen, denn die Anziehungskraft auf deren Zielgruppe ist außergewöhnlich, magisch, messbar. Kunden fühlen sich endlich wieder gesehen, wahrgenommen und im Mittelpunkt.

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